IaC – Infrastructure as Code

Im Zeitalter der digitalen Transformation spielen effiziente und flexible IT-Prozesse eine entscheidende Rolle, damit Unternehmen maßgebliche Wettbewerbsvorteile gegenüber Mitbewerbern erarbeiten können. Gefragt sind eine kurze Time-to-Market für IT-Systeme und Softwarelösungen sowie ein hoher Automatisierungsgrad der IT-Infrastruktur. Das Konzept „Infrastructure as Code“ (IaC) unterstützt diese Zielsetzung und baut auf bewährter Software-Entwicklung auf – mit großen Mehrwerten für Unternehmen. 

Was ist Infrastructure as Code (IaC)? 

Infrastructure as Code (IaC), auch als „programmierbare Infrastruktur“ bezeichnet, ist eine Technik, bei der die IT-Infrastruktur automatisch und mithilfe von maschinenlesbaren Codes programmiert wird. Das Besondere an der Technik ist, dass neben der Software auch die zur Ausführung benötigten Infrastrukturleistungen wie Rechenkapazität (Computing), Speicherplatz (Storage) und Netzwerk (Networking) in Computersprache beschrieben werden. Das heißt, auch die Hardware wird als ausführbarer Code programmiert. Dieser kann somit jederzeit und unkompliziert angepasst, dupliziert, gelöscht oder versioniert werden. Die Verwaltung bedarf dabei keiner manuellen Konfiguration. Dadurch lassen sich die Infrastrukturleistungen schnell, flexibel und in beliebigem Umfang bereitstellen. 

IaC verfolgt das Ziel, die Qualität und Effizienz von IT-Infrastrukturen zu verbessern. Die wichtigsten Aufgaben der IaC-Technik sind dabei folgende:

  • Automatisierung von manuellen Prozessen
  • Verschmelzung der Grenzen zwischen Anwendungen und den Umgebungen, in denen sie ausgeführt werden
  • Flexibler Workflow für eine unternehmensweite Zusammenarbeit am Entwicklungsprozess
  • Transparenz und Plausibilität von Inhalten und Änderungen
  • Testbarkeit von Hardware-Strukturen (analog Software)

IaC ist eng mit dem DevOps-Konzept und dem Cloud-Computing-Modell Infrastructure as a Service (IaaS) verknüpft. 

Wie funktioniert IaC?

Die IaC-Technik beschreibt grundsätzlich die automatisierte Verwaltung von virtualisierten Ressourcen. Dabei wird auf Basis von Skripten oder Programmcodes beschrieben, wie die IT-Infrastruktur aussehen soll. Innerhalb des Skript-Codes wird zum Beispiel festgehalten, wie viele Server benötigt werden, um welche Art von Server es sich handelt, auf welche Daten der Server zugreift und wo sich diese befinden, mit welchen anderen Systemen der Server kommuniziert, welche Software auf dem Server bereits installiert ist, etc.

Grundsätzlich geht es darum, die Infrastrukturleistungen mit Servern bzw. virtuellen Maschinen gemäß einer vorgegebenen Konfiguration zu automatisieren. Dadurch wird die IT-Infrastruktur flexibel und skalierbar. Die Konfiguration erfolgt dabei nach einem analogen Prozess wie bei der Software-Entwicklung. Für Entwickler bedeutet dies, dass sie nach demselben Verfahren wie beim Deployment einer Software-Anwendung vorgehen. Durch die IaC-Technik werden konsistente und wiederholbare Workflows zur Provisionierung und Konfiguration von IT-Infrastrukturen möglich. Zudem sind Anpassungen jederzeit und für jeden Entwickler stets transparent und plausibel.

IaC baut auf virtualisierte (Cloud) und softwaredefinierte (Software-defined) Techniken auf und kann als Optimierung dieser Technologien verstanden werden.

Tools für IaC

Es gibt sowohl spezifische Tools, die zur Programmierung der IT-Infrastruktur einer bestimmten Cloud-Computing-Umgebung angeboten werden, als auch Open-Source-Tools, die mit den Services verschiedener Anbieter genutzt werden können. Grundsätzlich ist der Einsatz von IaC-Tools, die ein anbieterübergreifendes Management der Ressourcen unterstützen, empfehlenswert. Dadurch entfällt für Administratoren der Aufwand, sich mit den APIs der verschiedenen Plattformen auseinanderzusetzen.

Mögliche IaC-Tools sind beispielsweise:

  • Terraform
  • AWS Cloudformation
  • Jenkins
  • Docker
  • Kubernetes
  • Ansible
  • Puppet

Es gibt kein IaC-Tool, das alle Anforderungen von jedem Unternehmen deckt. Vielmehr sollten Unternehmen bei der Auswahl des „besten“ IaC-Tools die Teamkenntnisse (z. B. hinsichtlich der Programmiersprache), die spezifischen Anforderungen (z. B. hinsichtlich des einzusetzenden Teilbereichs) und die entsprechende Zielplattform berücksichtigen. Prinzipiell lassen sich die Tool-Angebote in die Teilbereiche Konfiguration, Ressourcenverwaltung, Cloud, Virtual-Machine-Monitoring und Clustering unterteilen.

Wo wird IaC eingesetzt?

Die Einsatzmöglichkeiten von IaC sind zahlreich. Unternehmen können damit viele ihrer IT-Prozesse automatisieren und so ihre IT-Teams entlasten. Beispielsweise können mithilfe von IaC User-Accounts und Passwörter angelegt, Datenbanken neu installiert oder wieder deinstalliert werden, wenn der Bedarf entfällt. Dabei ersetzen Codes das manuelle Arbeiten. Dies sorgt für konsistente und wiederholbare Abläufe. Tätigkeiten wie Versionskontrollen, Testautomation, Modularisierung, Parametrisierung sowie kontinuierliche Integration (Continuous Integration) und Auslieferung (Continuous Delivery & Development) sind weitere Beispiele, die durch IaC ermöglicht werden.

Das IaC-Konzept ist eng mit dem DevOps-Konzept und dem Cloud-Computing-Modell Infrastructure as a Service (IaaS) verknüpft.

Wie spielen IaC und IaaS zusammen?

Prinzipiell ist die IaC-Technik auch mit On-Premises Lösungen kompatibel. In der Regel wird die programmierbare Infrastruktur jedoch für das Cloud-Computing-Modell Infrastructure as a Service (IaaS) angewandt. Viele Unternehmen nutzen Multi-Cloud-Umgebungen und profitieren dabei von einer parallelen Einsatzmöglichkeit von verschiedenen Cloud-Ressourcen. IaC unterstützt IaaS dahingehend, dass es möglich wird, eine Vielzahl verschiedener Ressourcen und Services im Cloud-Computing-Umfeld schnell und automatisiert bereitzustellen. Die meisten Anbieter von Cloud-Technologien mit IaaS-Leistungen stellen entsprechende APIs oder Tools für die Programmierung der Infrastruktur mit maschinenlesbarem Code zur Verfügung.

Es kann festgehalten werden, dass IaC zwar konzeptionell das IaaS-Modell unterstützt, aber diesem nicht entspricht.

Wie spielen IaC und DevOps zusammen?

Das IaC-Konzept findet seine Anwendung oft in der DevOps-Umgebung, wo sich Software-Entwicklung (Development) und IT-Betrieb (Operations) zu einer Einheit verknüpfen. Mit anderen Worten werden Infrastrukturleistungen (Netzwerke, virtuelle Maschinen oder Load Balancer) unter Anwendung derselben Versionierungsmethoden verwaltet, die DevOps-Teams bei der Erstellung von Quellcode nutzen. Das Ziel von DevOps ist es, einen flexiblen Workflow zu schaffen, der die Zusammenarbeit von Systemadministration und Software-Entwicklung vereinfacht und dadurch verbessert. Ähnlich wie IaC bezweckt also auch DevOps, Prozesse zu automatisieren und diese wie Programmcode zu behandeln. Somit soll zum einen Zeitersparnis und zum anderen transparentere und professionellere Qualitätskontrollen ermöglicht werden. Es geht darum, Anwendungsentwicklung und IT-Betrieb fachlich und personell so eng wie möglich zusammenzubringen, dass Entwickler vermehrt die Infrastruktur beeinflussen können und der Betrieb enger in den Entwicklungsprozess eingebunden wird. Somit lässt sich eine neue Software automatisiert auf speziell hierfür per Programmcode bereitgestellten Ressourcen in den operativen Betrieb überführen. Das Deployment der Software in die Produktivumgebung sowie die Anpassung der Infrastruktur lassen sich in einem integrierten Prozess realisieren. Dadurch wird der Workflow wesentlich effizienter, schneller und kostengünstiger.

Vorteile für Unternehmen

Das IaC-Konzept bietet zahlreiche Vorteile. Ein wesentlicher Mehrwert besteht in der Wiederverwendbarkeit und Anpassbarkeit des verwendeten Codes. Damit besteht die Möglichkeit, mit demselben Code eine Vielzahl von verschiedenen Maschinen zu jeder Zeit, fehlerfrei und in gleicher Qualität zu konfigurieren. Das Management der virtuellen Maschinen erfolgt dabei programmseitig und somit automatisiert. Dadurch wird die Infrastruktur äußerst flexibel, d. h. wiederholbar und skalierbar. Zum Zeitpunkt des Deployments der Infrastruktur müssen einzelne Hardwarekomponenten nicht mehr aufwendig manuell konfiguriert und aktualisiert werden. IaC erhöht die Geschwindigkeit von Infrastrukturänderungen und die Kosten für manuelle Konfigurationen entfallen gänzlich. Darüber hinaus sinkt die Fehleranfälligkeit, insbesondere bei häufig zu wiederholenden Vorgängen, da Eingabe- und Tippfehler ausgeschlossen sind.

Gleichzeitig ist die Umgebung flexibler und leichter zu skalieren. Durch eine engere Verknüpfung von Operations und Development (DevOps) werden Entwicklungsprozesse verkürzt und die Zusammenarbeit der Prozessbeteiligten verbessert. Beispielsweise können Softwareentwickler über einen maschinenlesbaren Code alle Server und Anwendungen bereitstellen und implementieren, ohne sich auf Systemadministratoren in einer DevOps-Umgebung verlassen zu müssen. Wenn das Infrastruktur-Setup als Code geschrieben ist, kann es die gleiche Versionskontrolle, automatisierte Tests und andere Schritte einer CI / CD-Pipeline (Continuous Integration and Continuous Delivery) durchlaufen, die Entwickler für Anwendungscode verwenden. Unternehmen können sich dafür entscheiden, IaC mit Containern zu kombinieren, welche die Anwendung von der Infrastruktur auf Betriebssystemebene abstrahieren. Da das Betriebssystem und die Hardware-Infrastruktur automatisch bereitgestellt und die Anwendung darauf gekapselt ist, erweisen sich diese Technologien als komplementär für verschiedene Bereitstellungsziele wie Test, Staging und Produktion.

Gibt es auch Nachteile?

Neben den genannten Vorteilen ist der Einsatz von IaC auch mit einigen Herausforderungen für Unternehmen verbunden. Insbesondere ist der Aufwand in Bezug auf die Konzeption und Umsetzung nicht zu unterschätzen. Unternehmen müssen sich gerade zu Beginn auf hohe Aufwendungen hinsichtlich Kosten und Einarbeitungszeit einstellen. Dies ist zurückzuführen auf die große Umstellung auf eine automatisierte Infrastruktur und der damit verbundenen neuen Umgebung bzw. Aufbau eines neuen Know-hows. Langfristig aber zahlt sich der Umstieg aufgrund der vielen Vorteile aus.

Welche Unternehmen nutzen IaC?

Die IaC-Technik ist für alle Organisationen interessant, die komplexe Anwendungen entwickeln und betreiben, daher eine umfassende und leistungsstarke IT-Infrastruktur benötigen. Entscheidend für den Einsatz von programmierbaren Infrastrukturleistungen sind unter anderem folgende Gründe:

  • Nutzung einer Vielzahl von verschiedenen IaaS-Ressourcen und Services
  • Notwendigkeit von regelmäßigen Anpassungen
  • Gute und vollständige Dokumentation der Infrastruktur-Änderungen
  • Optimale Zusammenarbeit von Administratoren und Entwicklern

Auch wenn einige Unternehmen grundsätzlich in der Lage sind, ihre eigenen IaC-Konfigurationsdateien zu programmieren, gehört die Nutzung von IaC-Tools bei nahezu allen Administratoren, die mit IaC arbeiten, mittlerweile zum Alltag.

Fazit: Warum IaC nutzen?

Mithilfe der IaC-Technik lassen sich DevOps-Anforderungen erfüllen und der Einsatz von Cloud-Technologien verbessern. Die Verwendung qualitativ hochwertiger und fertig konfigurierter Skripte trägt dazu bei, das Fehlerpotenzial, welches bei einer manuellen Verwaltung möglich ist, deutlich zu senken. Durch die Automatisierung können Infrastruktur-Anpassungen so schnell und effizient ausgeführt werden, wie noch nie. Den größten Mehrwert von IaC stellen somit die Versionierung, die Wiederverwendbarkeit des Codes und die Möglichkeit eines höheren Automatisierungsgrades dar.

Dank IaC sind Unternehmen in der Lage, in kürzester Zeit neue Server aufzusetzen, Software-Iterationszyklen mithilfe von CI/CD zu verkürzen, dank automatisierter Tests die Code-Qualität und Benutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch flexiblere und transparentere Entwicklungs-Workflows können sie zudem schnell auf neue Business-Anforderungen reagieren und sich Wettbewerbsvorteile verschaffen.

mVISE unterstützt Unternehmen dabei, mithilfe automatisierter IT-Infrastruktur ihre digitale Transformation anzutreiben. Sie möchten erfahren, welche weiteren Vorteile IaC noch bietet oder wie Ihr Unternehmen auch von IaC profitieren kann?

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IaC – Infrastructure as Code

Im Zeitalter der digitalen Transformation spielen effiziente und flexible IT-Prozesse eine entscheidende Rolle, damit Unternehmen maßgebliche Wettbewerbsvorteile gegenüber Mitbewerbern erarbeiten können. Gefragt sind eine kurze Time-to-Market für IT-Systeme und Softwarelösungen sowie ein hoher Automatisierungsgrad der IT-Infrastruktur. Das Konzept „Infrastructure as Code“ (IaC) unterstützt diese Zielsetzung und baut auf bewährter Software-Entwicklung auf – mit großen Mehrwerten für Unternehmen. 

Was ist Infrastructure as Code (IaC)? 

Infrastructure as Code (IaC), auch als „programmierbare Infrastruktur“ bezeichnet, ist eine Technik, bei der die IT-Infrastruktur automatisch und mithilfe von maschinenlesbaren Codes programmiert wird. Das Besondere an der Technik ist, dass neben der Software auch die zur Ausführung benötigten Infrastrukturleistungen wie Rechenkapazität (Computing), Speicherplatz (Storage) und Netzwerk (Networking) in Computersprache beschrieben werden. Das heißt, auch die Hardware wird als ausführbarer Code programmiert. Dieser kann somit jederzeit und unkompliziert angepasst, dupliziert, gelöscht oder versioniert werden. Die Verwaltung bedarf dabei keiner manuellen Konfiguration. Dadurch lassen sich die Infrastrukturleistungen schnell, flexibel und in beliebigem Umfang bereitstellen. 

IaC verfolgt das Ziel, die Qualität und Effizienz von IT-Infrastrukturen zu verbessern. Die wichtigsten Aufgaben der IaC-Technik sind dabei folgende:

  • Automatisierung von manuellen Prozessen
  • Verschmelzung der Grenzen zwischen Anwendungen und den Umgebungen, in denen sie ausgeführt werden
  • Flexibler Workflow für eine unternehmensweite Zusammenarbeit am Entwicklungsprozess
  • Transparenz und Plausibilität von Inhalten und Änderungen
  • Testbarkeit von Hardware-Strukturen (analog Software)

IaC ist eng mit dem DevOps-Konzept und dem Cloud-Computing-Modell Infrastructure as a Service (IaaS) verknüpft. 

Wie funktioniert IaC?

Die IaC-Technik beschreibt grundsätzlich die automatisierte Verwaltung von virtualisierten Ressourcen. Dabei wird auf Basis von Skripten oder Programmcodes beschrieben, wie die IT-Infrastruktur aussehen soll. Innerhalb des Skript-Codes wird zum Beispiel festgehalten, wie viele Server benötigt werden, um welche Art von Server es sich handelt, auf welche Daten der Server zugreift und wo sich diese befinden, mit welchen anderen Systemen der Server kommuniziert, welche Software auf dem Server bereits installiert ist, etc.

Grundsätzlich geht es darum, die Infrastrukturleistungen mit Servern bzw. virtuellen Maschinen gemäß einer vorgegebenen Konfiguration zu automatisieren. Dadurch wird die IT-Infrastruktur flexibel und skalierbar. Die Konfiguration erfolgt dabei nach einem analogen Prozess wie bei der Software-Entwicklung. Für Entwickler bedeutet dies, dass sie nach demselben Verfahren wie beim Deployment einer Software-Anwendung vorgehen. Durch die IaC-Technik werden konsistente und wiederholbare Workflows zur Provisionierung und Konfiguration von IT-Infrastrukturen möglich. Zudem sind Anpassungen jederzeit und für jeden Entwickler stets transparent und plausibel.

IaC baut auf virtualisierte (Cloud) und softwaredefinierte (Software-defined) Techniken auf und kann als Optimierung dieser Technologien verstanden werden.

Tools für IaC

Es gibt sowohl spezifische Tools, die zur Programmierung der IT-Infrastruktur einer bestimmten Cloud-Computing-Umgebung angeboten werden, als auch Open-Source-Tools, die mit den Services verschiedener Anbieter genutzt werden können. Grundsätzlich ist der Einsatz von IaC-Tools, die ein anbieterübergreifendes Management der Ressourcen unterstützen, empfehlenswert. Dadurch entfällt für Administratoren der Aufwand, sich mit den APIs der verschiedenen Plattformen auseinanderzusetzen.

Mögliche IaC-Tools sind beispielsweise:

  • Terraform
  • AWS Cloudformation
  • Jenkins
  • Docker
  • Kubernetes
  • Ansible
  • Puppet

Es gibt kein IaC-Tool, das alle Anforderungen von jedem Unternehmen deckt. Vielmehr sollten Unternehmen bei der Auswahl des „besten“ IaC-Tools die Teamkenntnisse (z. B. hinsichtlich der Programmiersprache), die spezifischen Anforderungen (z. B. hinsichtlich des einzusetzenden Teilbereichs) und die entsprechende Zielplattform berücksichtigen. Prinzipiell lassen sich die Tool-Angebote in die Teilbereiche Konfiguration, Ressourcenverwaltung, Cloud, Virtual-Machine-Monitoring und Clustering unterteilen.

Wo wird IaC eingesetzt?

Die Einsatzmöglichkeiten von IaC sind zahlreich. Unternehmen können damit viele ihrer IT-Prozesse automatisieren und so ihre IT-Teams entlasten. Beispielsweise können mithilfe von IaC User-Accounts und Passwörter angelegt, Datenbanken neu installiert oder wieder deinstalliert werden, wenn der Bedarf entfällt. Dabei ersetzen Codes das manuelle Arbeiten. Dies sorgt für konsistente und wiederholbare Abläufe. Tätigkeiten wie Versionskontrollen, Testautomation, Modularisierung, Parametrisierung sowie kontinuierliche Integration (Continuous Integration) und Auslieferung (Continuous Delivery & Development) sind weitere Beispiele, die durch IaC ermöglicht werden.

Das IaC-Konzept ist eng mit dem DevOps-Konzept und dem Cloud-Computing-Modell Infrastructure as a Service (IaaS) verknüpft.

Wie spielen IaC und IaaS zusammen?

Prinzipiell ist die IaC-Technik auch mit On-Premises Lösungen kompatibel. In der Regel wird die programmierbare Infrastruktur jedoch für das Cloud-Computing-Modell Infrastructure as a Service (IaaS) angewandt. Viele Unternehmen nutzen Multi-Cloud-Umgebungen und profitieren dabei von einer parallelen Einsatzmöglichkeit von verschiedenen Cloud-Ressourcen. IaC unterstützt IaaS dahingehend, dass es möglich wird, eine Vielzahl verschiedener Ressourcen und Services im Cloud-Computing-Umfeld schnell und automatisiert bereitzustellen. Die meisten Anbieter von Cloud-Technologien mit IaaS-Leistungen stellen entsprechende APIs oder Tools für die Programmierung der Infrastruktur mit maschinenlesbarem Code zur Verfügung.

Es kann festgehalten werden, dass IaC zwar konzeptionell das IaaS-Modell unterstützt, aber diesem nicht entspricht.

Wie spielen IaC und DevOps zusammen?

Das IaC-Konzept findet seine Anwendung oft in der DevOps-Umgebung, wo sich Software-Entwicklung (Development) und IT-Betrieb (Operations) zu einer Einheit verknüpfen. Mit anderen Worten werden Infrastrukturleistungen (Netzwerke, virtuelle Maschinen oder Load Balancer) unter Anwendung derselben Versionierungsmethoden verwaltet, die DevOps-Teams bei der Erstellung von Quellcode nutzen. Das Ziel von DevOps ist es, einen flexiblen Workflow zu schaffen, der die Zusammenarbeit von Systemadministration und Software-Entwicklung vereinfacht und dadurch verbessert. Ähnlich wie IaC bezweckt also auch DevOps, Prozesse zu automatisieren und diese wie Programmcode zu behandeln. Somit soll zum einen Zeitersparnis und zum anderen transparentere und professionellere Qualitätskontrollen ermöglicht werden. Es geht darum, Anwendungsentwicklung und IT-Betrieb fachlich und personell so eng wie möglich zusammenzubringen, dass Entwickler vermehrt die Infrastruktur beeinflussen können und der Betrieb enger in den Entwicklungsprozess eingebunden wird. Somit lässt sich eine neue Software automatisiert auf speziell hierfür per Programmcode bereitgestellten Ressourcen in den operativen Betrieb überführen. Das Deployment der Software in die Produktivumgebung sowie die Anpassung der Infrastruktur lassen sich in einem integrierten Prozess realisieren. Dadurch wird der Workflow wesentlich effizienter, schneller und kostengünstiger.

Vorteile für Unternehmen

Das IaC-Konzept bietet zahlreiche Vorteile. Ein wesentlicher Mehrwert besteht in der Wiederverwendbarkeit und Anpassbarkeit des verwendeten Codes. Damit besteht die Möglichkeit, mit demselben Code eine Vielzahl von verschiedenen Maschinen zu jeder Zeit, fehlerfrei und in gleicher Qualität zu konfigurieren. Das Management der virtuellen Maschinen erfolgt dabei programmseitig und somit automatisiert. Dadurch wird die Infrastruktur äußerst flexibel, d. h. wiederholbar und skalierbar. Zum Zeitpunkt des Deployments der Infrastruktur müssen einzelne Hardwarekomponenten nicht mehr aufwendig manuell konfiguriert und aktualisiert werden. IaC erhöht die Geschwindigkeit von Infrastrukturänderungen und die Kosten für manuelle Konfigurationen entfallen gänzlich. Darüber hinaus sinkt die Fehleranfälligkeit, insbesondere bei häufig zu wiederholenden Vorgängen, da Eingabe- und Tippfehler ausgeschlossen sind.

Gleichzeitig ist die Umgebung flexibler und leichter zu skalieren. Durch eine engere Verknüpfung von Operations und Development (DevOps) werden Entwicklungsprozesse verkürzt und die Zusammenarbeit der Prozessbeteiligten verbessert. Beispielsweise können Softwareentwickler über einen maschinenlesbaren Code alle Server und Anwendungen bereitstellen und implementieren, ohne sich auf Systemadministratoren in einer DevOps-Umgebung verlassen zu müssen. Wenn das Infrastruktur-Setup als Code geschrieben ist, kann es die gleiche Versionskontrolle, automatisierte Tests und andere Schritte einer CI / CD-Pipeline (Continuous Integration and Continuous Delivery) durchlaufen, die Entwickler für Anwendungscode verwenden. Unternehmen können sich dafür entscheiden, IaC mit Containern zu kombinieren, welche die Anwendung von der Infrastruktur auf Betriebssystemebene abstrahieren. Da das Betriebssystem und die Hardware-Infrastruktur automatisch bereitgestellt und die Anwendung darauf gekapselt ist, erweisen sich diese Technologien als komplementär für verschiedene Bereitstellungsziele wie Test, Staging und Produktion.

Gibt es auch Nachteile?

Neben den genannten Vorteilen ist der Einsatz von IaC auch mit einigen Herausforderungen für Unternehmen verbunden. Insbesondere ist der Aufwand in Bezug auf die Konzeption und Umsetzung nicht zu unterschätzen. Unternehmen müssen sich gerade zu Beginn auf hohe Aufwendungen hinsichtlich Kosten und Einarbeitungszeit einstellen. Dies ist zurückzuführen auf die große Umstellung auf eine automatisierte Infrastruktur und der damit verbundenen neuen Umgebung bzw. Aufbau eines neuen Know-hows. Langfristig aber zahlt sich der Umstieg aufgrund der vielen Vorteile aus.

Welche Unternehmen nutzen IaC?

Die IaC-Technik ist für alle Organisationen interessant, die komplexe Anwendungen entwickeln und betreiben, daher eine umfassende und leistungsstarke IT-Infrastruktur benötigen. Entscheidend für den Einsatz von programmierbaren Infrastrukturleistungen sind unter anderem folgende Gründe:

  • Nutzung einer Vielzahl von verschiedenen IaaS-Ressourcen und Services
  • Notwendigkeit von regelmäßigen Anpassungen
  • Gute und vollständige Dokumentation der Infrastruktur-Änderungen
  • Optimale Zusammenarbeit von Administratoren und Entwicklern

Auch wenn einige Unternehmen grundsätzlich in der Lage sind, ihre eigenen IaC-Konfigurationsdateien zu programmieren, gehört die Nutzung von IaC-Tools bei nahezu allen Administratoren, die mit IaC arbeiten, mittlerweile zum Alltag.

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